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Kaffeebohnen mahlen – 5 Tipps zur perfekten Umsetzung!

Hand-KaffeemühleWir alle mögen sie. Morgens. Zum Kaffee. Auch gerne Mal Abends vor dem Schlafen gehen:

unsere Tasse Kaffee. Sie ist ein Gesellschaftsbringer und ein Genussspender. Manchmal auch in Form eines kräftigen italienischen Espressos oder cremig, verführerischen Cappuccino – die gemahlene Kaffeebohne kann zu so manch einem aromatischen Geschmackserlebnis kreiert werden.

Dazu bedarf es aber eben auch genau dieser: der frisch gemahlenen Kaffeebohne. Denn wird die geröstete Bohne frisch gemahlen, so wird ihr volles Aroma entfaltet und durch den Brühvorgang mit heißem Wasser unmittelbar auf- und eingefangen.

Diesen Geschmacksbonus gilt es natürlich aufzufangen und von nun an seine Kaffeebohne für seinen Kaffee selbst zu mahlen. Doch was gibt es beim Mahlen von Kaffeebohnen alles zu beachten, damit das Geschmackserlebnis auch wirklich in seinem vollen Potential erschöpft und genossen werden kann. Hier fünf wertvolle Tipps, die beim Mahlen von Kaffeebohnen helfen, das Beste aus ihrem Aroma
herauszuholen.

Brühzeit und Mahlgrad

Kaffeebohnen müssen gemahlen werden, denn ihr Aroma steckt im Kern. Doch Mahlen ist nicht gleich Mahlen. So muss der Mahlgrad, also wie grob oder fein, die Bohne zu malen ist, auf die jeweilige Brühzweit des Kaffees abgestimmt werden.

Grundsätzlich gilt, je kürzer der Brühvorgang, also das heiße Wasser mit dem Kaffeepulver ‚vermischt‚ und gebührt wird, desto feiner hat die Bohne auch gemahlen zu sein. Der Grund dafür ist einfach. Je feiner das Pulver, desto mehr aromatisierte Oberflächen, die sich mit dem Wasser verbinden können.

Je länger die Brühzeit beim feien Pulver, desto geschmacksintensiver wird der Kaffee. Wartet man hingegen zu lange, wird der Kaffee ungenießbar, denn es haben sich zu viele Aromastoffe gelöst und damit auch jede Menge Bitterstoffe.

Im Gegensatz gilt natürlich auch, dass zu grob gemahlener Kaffee, zu kurz gebrüht, wenig Aroma- und Geschmacksstoffe enthält und mehr nach einer Kaffeebrühe und Wasser schmeckt, als ein vollaromatisches Heißgetränk.

Das Mahlwerk

Das Mahlwerk entscheidet maßgeblich mit über das Aroma der gemahlenen Kaffeebohnen. Damit beim Mahlen also möglichst viel Aroma aus der Bohne ‚gemahlen‚ werden kann, hat ein gutes Mahlwerk zwei zentrale Anforderungen zu erfüllen:

Zum einen darf beim Mahlen die Kaffeebohnen nicht zusätzlich erhitzt werden. Denn dadurch würden sich die Kaffeeöle im Inneren der Kaffeebohne verändern, was den Geschmack verbittern würde.

Zum anderen muss die Bohne möglichst gleichmäßig gemahlen werden. Denn nur wenn die Kaffeebohnen ‚homogen‚ gemahlen werden, kann gleichmäßig das Aroma extrahiert werden. Auch hier wäre das Ergebnis ein bitter schmeckender Kaffee.

Hand-Kaffeemühle mit Keramik-Mahlwerk

Frensh Press oder Filterkaffee – auch die Art der Zubereitung ist entscheidend

Auch die Art der Kaffeezubereitung ist entscheidend bei und für die Entfaltung des Kaffeearomas. Maßgeblich auch deswegen, weil mit der Zubereitungsart auch die jeweilige Brühzeit einhergeht und wie wir bereits erfahren haben, liegt es an dieser, wie viele Aromastoffe aus dem schwarzen Pulver in heißes Wasser extrahiert werden können.

Bei Stempelkannen oder auch Frensh Press Zubereitungen empfiehlt sich eine grobe Mahlung. Denn Wasser und Pulver sind für lange Zeit mit einander verbunden. Grob meint hier, dass die gemahlenen Körner Blumenerde oder Pfefferkörnern ähneln. Je größer die Stückchen, desto reiner der Kaffee und desto besser das Geschmackserlebnis; so sagt man. Je feiner hingegen die Mahlung, desto trüber wird der Kaffee und es kann sich sogar Kaffeesatz bilden. Das macht den Kaffee nicht ganz so genießbar.

Filterkannen arbeiten am besten mit einer mittelgroßen Körnung. Filterkaffee ist der Deutschen ihr liebster Kaffee; vor allem auch deswegen, weil man hier am meisten mit dem Körnungs- und Mahlgrad experimentieren und auch das Pulver als solches dosieren kann.

Die Mahlzeit ist auch entscheidend

Das frische mahlen von Kaffeebohnen bringt einen ganz besonderen Vorteil: ihre Frische … und damit auch das Beste und Vollste, was sie in ihrem Aroma zu bieten haben. Wir mahlen Kaffee deswegen frisch, weil wir ihn genauso, bewusst genießen möchten. Deswegen mahlt man auch wirklich immer nur für den aktuellen, notwendigen und unmittelbaren Gebrauch.

Natürlich macht es Spaß, sich mit der Kaffeemühle in Trance zu mahlen … es ist aber völlig ausreichend, wenn man täglich seine Tagesdosis mahlt. In der Regel sagt man, dass zwei gehäufte Esslöffel an Kaffeebohnen ausreichend sind zum Aufbrühen einer Tasse schwarzen Kaffees.

Natürlich beeinflussen die individuellen Geschmacksknospen die tatsächliche Menge noch, aber in der Regel, kann man mit diesem Maß schmackhaften, leckeren Kaffee aufbrühen. Dann ist natürlich auch die Wassermenge entscheidend. hier variieren Vorlieben zwischen 170 und 225ml. Je mehr, desto wässriger, weniger stärker und weniger intensiv schmeckt der Kaffee natürlich. Beide variablen stehen natürlich auch in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Mahlgrad und der Zubereitungsart des Kaffees. So sollte einem jeden klar sein, dass für einen schnellen Espresso 170 ml Wasser sicherlich ihre Wirkung und besonders Funktion verfehlen.

Die Mühle

Hand-Kaffeemühle mit Keramik-Mahlwerk von GrönenbergSo richtig gut schmeckt der Kaffee sicherlich, wenn die Bohne mit richtig viel Liebe, Sorgfalt und Achtsamkeit mit der Hand gemahlen wurde … elektrisch schmeckt aber sicherlich genauso gut. Oft gibt es auch Kaffeeautomaten, die ein Mahlwerk integriert haben.

Handgemahlen verspricht dennoch immer noch das beste und vollste Aroma. Hier kann Bohnengenau dosiert werden. Hier kann der Mahlgrad haargenau, individuell abgestimmt werden.

Ob grobkörnig oder ganz feines Pulver – alte Handkaffeemühlen sind hochwertig und liefern ein vielversprechendes Mahlergebnis.

Zudem sind diese alten Gerätschaften Fehler unanfällig. Sie arbeiten nach einem einfachen, mechanischen Prinzip, dass auch ein Laie schnell durchschauen und bei Bedarf reparieren kann. Hier wird die Mahlmühle niemals ausfallen und der Kaffee am Morgen ist garantiert.

… und mal ganz ehrlich? Es macht einfach Spaß mit der Hand zu kurbeln und zu mahlen.

Fazit

Ohne den Mahlvorgang, kein Kaffeepulver. Ohne Kaffeepulver kein Kaffee. Hier liegt das Aroma verborgen. Hier erfährt die Kaffeebohne ihren letzten Schliff, um als schwarze geschätzte Flüssigkeit Körper, Seelen und Geister zu verwöhnen.

Doch Mahlen kann auch zu einer Wissenschaft für sich werden. Es gibt einiges zu beachten und vor allem den jeweils perfekten Mahlgrad einer Kaffeebohne herauszufinden ist nicht gerade einfach. Wer seine Kaffeebohnen ‚falsch‚ gemahlen hat, wird dies in der Regel schnell anhand eines komisch schmeckenden Getränks erkennen.

Da man seine Bohnen aber selber mahlt, kann man schnell und einfach zum zweiten Versuch übergehen … so lange, bis man seine perfekte Tasse Kaffee, mit der perfekt gemahlenen Kaffeebohne genießen kann.

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