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Espressokocher Test 2018 – Die besten Espressokocher im Vergleich

espressotasse-4Klein, stark, schwarz – genau so mögen viele Deutsche ihren Kaffee. Für sie ist der Espresso die Essenz des Kaffees schlechthin. Alle wertvollen und geschmacksbildenden Inhaltsstoffe und ein hoher Gehalt des beliebten Koffeins, konzentriert in einer kleinen Tasse. Ob als schneller Wachmacher, als Verdauungshilfe nach reichlichem Essen oder einfach schnell zwischendurch, der Espresso erfreut sich größter Beliebtheit.

Zwar sind gerade südeuropäische Länder traditionell den Deutschen noch voraus, der Konsum steigt in Deutschland jedoch kontinuierlich an. Wird auch nach wie vor der meiste Espresso in Deutschland außer Haus, also im Café oder Restaurant getrunken, so ist doch zu beobachten, dass immer mehr Kaffeefreunde auch zu Hause, neben dem ungebrochen beliebten Filterkaffee, immer öfter dessen kleinen, starken Bruder zubereiten.

Dazu ist nicht immer gleich die Anschaffung einer teuren Siebträgermaschine oder eines Vollautomaten erforderlich. Ein Espressokocher liefert hier schnelle,
zuverlässige und wohlschmeckende Ergebnisse und ist dabei mit einer vergleichsweise geringen Investition verbunden.

Gleichzeitig sind Espressokocher mit wenig Übung leicht zu bedienen und einfach zu reinigen. Das inzwischen umfangreiche Angebot verschiedener Hersteller erfordert jedoch einen tieferen Einblick in die Technik, Merkmale und Unterschiede, um das passende Modell zu finden. Unser Espressokocher Test vergleicht Modelle führender Hersteller, bewertet deren Ausstattung und Qualität und liefert die Grundlage für eine langfristig zufriedenstellende Kaufentscheidung.

Espressokocher Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 19.7.2018

 Cloer 5928 Espresso-Kocher 365 Watt für 3-6 TassenRommelsbacher EKO 366-E ElPresso deLuxeMonix Cream Espressokocher für 12 TassenBialetti Venus Espressokocher für 6 TassenPezzetti Induzione Bellexpress Espressokocher für 6 TassenCilio 321227 Espressokocher Alu für 6 TassenIbili Bahia Espressokocher für 6 Espresso-TassenAndrew James Espresso Cafetiere für 6 TassenCucina di Modena Espressokocher für 6 TassenAxentia 116786 Espressokocher für 6 Tassen

Cloer
5928 Espresso-Kocher 365 Watt für 3-6 Tassen

Rommelsbacher
EKO 366-E ElPresso deLuxe

Monix Cream
Espressokocher für 12 Tassen

Bialetti
Venus Espressokocher für 6 Tassen

Pezzetti
Induzione Bellexpress Espressokocher für 6 Tassen

Cilio
321227 Espressokocher Alu für 6 Tassen

Ibili Bahia
Espressokocher für 6 Espresso-Tassen

Andrew James
Espresso Cafetiere für 6 Tassen

Cucina di Modena
Espressokocher für 6 Tassen

Axentia
116786 Espressokocher für 6 Tassen

 Bewertung 1,1 1,2 1,4 1,5 1,6 1,8 2,0 2,1 2,2 2,3
Fassungsvermögen3-6 Tassen3-6 Tassen126666666
Anzahl Filtereinsätze2211111111
Material GehäuseEdelstahlEdelstahlAluminiumINOX-StahlAluminiumAluminiumAluminiumAluminiumAluminiumAluminium
Leistung Watt365 Watt365 Watt--------
Anschluss Volt230 Volt230 Volt--------
Automatische Abschaltungjaja--------
Kanne abnehmbarjajaneinneinneinneinneinneinneinnein
Abmessungen17 x 17 x 27 cm14 x 14 x 21 cm27 x 20,2 x 16 cm13 x 11 x 21,5 cm18,5 x 19 x 11,5 cm24,4 x 21,1 x 10,9 cm19,4 x 13,6 x 9,8 cm17,1 x 9,7 x 19,1 cm20,8 x 14,4 x 10,8 cm20 x 10 x 16,5 cm
Farbeedelstahledelstahlbraunedelstahlsilberschwarzsilberschwarz-silberalualu
Gewicht1 Kg1,1 Kg898 g794 g499 g558 g358 g399 g762 g522 g
Vorteile
  • klassischer Espressogenuss
  • Top Qualität
  • neutrales Design
  • kompakte Bauform
  • Springfeder für den Filter
  • leicht zu reinigen
  • Einfache Handhabung
  • Ergonomischer, wärmeisolierter Griff
  • verdecktes Heizelement
  • Überhitzungs- und Trockengehschutz
  • Integrierte Kabelaufwicklung
  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Antihaftbeschichtung innen
  • widerstandsfähig
  • geschliffene Kanten
  • einfache Reinigung
  • Griff widerstandsfähig
  • spülmaschinenfest
  • tropfenfestes Giessen
  • geeignet für alle Kochflächen
  • Markenhersteller
  • ansprechende Form
  • mit Sichtfenster
  • gute Verarbeitung
  • made in italy
  • dichtet gut ab
  • Klassiche achteckige Form
  • schwarz eloxiert
  • widerstandsfähig
  • Traditionshersteller
  • leicht zu bedienen
  • leicht zu reinigen
  • sehr langlebig
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • optisch ansprechend
  • gute Verarbeitung
  • hochwertiger Dichtungsring
  • einfache Nutzung
  • traditionelle Form
  • auch als Campingkocher
  • einfachste Handhabung
  • günstiger Preis
  • klassische Ausführung
  • problemlose Handhabung
Handhabung
Preis- / Leistung
Produktbericht
ProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktbericht
Preis
65,89 Euro 71,50 Euro 30,05 Euro 23,99 Euro 23,80 Euro - nicht verfügbar - 21,23 Euro - nicht verfügbar - 10,95 Euro 10,42 Euro
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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Espressokocher und wie funktioniert er

Nach seinem Funktionsprinzip handelt es sich bei einem Espressokocher um einen sogenannten Kaffee-Perkolator. Üblicherweise besteht ein Espressokocher aus drei getrennten Bauteilen:

  • einem Wasserkessel
  • einem trichterförmigen Siebaufsatz mit Steigrohr
  • einer Kanne

01-4-cloer-5928-espresso-kocher-365-watt-3-6-tassenDer klassische Espressokocher verfügt nicht über eine eigene Heizquelle. Zum Betrieb wird er auf einer Herdplatte oder einer anderen geeigneten Heizquelle platziert, die das Wasser im Kessel bis zum Siedepunkt erhitzt. Der dabei im geschlossenen Gehäuse entstehende Dampfruck, presst das heiße Wasser durch das Steigrohr und das Sieb des damit verbundenen Trichteraufsatzes. In diesem wiederum befindet sich das Kaffeemehl. Dieses wird ebenfalls vom Wasser durchdrungen, worauf es durch ein Sieb im Boden und ein weiteres Steigrohr in die Kaffeekanne läuft.

Das druckvolle Durchdringen des Kaffeemehls entzieht diesem in kürzester Zeit alle wichtigen Aromastoffe. Dies geschieht so schnell, dass langsamer lösliche Bitterstoffe und Gerbstoffe nicht oder nur in geringerer Konzentration in den fertigen Espresso übergehen.

Der Kessel und die Kanne sind fest miteinander verschraubt und druckfest verbunden. Der Druck, mit dem das Wasser das Kaffeemehl durchdringt, ist maßgeblich von dessen Mahlgrad und seiner Verdichtung im Trichtereinsatz abhängig. Um das Entstehen eines gefährlichen Überdrucks zu verhindern, verfügt die Kesselkomponente über ein Überdruckventil.

Ein Espresso ist ein Espresso ist ein Espresso

Der Begriff Espressokocher oder auch Espressokanne ist nur in Deutschland verbreitet. Im Herkunftsland Italien sind die Namen Caffettiera (italienisch für „kleine Kaffeekanne“) oder Moka gebräuchlich. Dies weist auf einen beachtenswerten Umstand hin: beim Produkt, dem Kaffee, aus einem Espressokocher, handelt es sich streng genommen nicht um einen Espresso.

Der maßgebliche Faktor bei der Zubereitung eines Espresso, genauer noch, das was einen Espresso zum Espresso macht, ist der Druck, mit dem das Wasser durch das Kaffeemehl gepresst wird und diesem seine Inhaltsstoffe entzieht. Beim Espresso liegt der optimale, charakteristische Druck bei etwa 9 bar.

Dieser Druck ergibt eine bestimmte Durchlaufgeschwindigkeit und ist optimal, um genau die Inhaltsstoffe zu lösen, die für den Espresso ausschlaggebend sind. Der Druck eines Espressokochers liegt jedoch bei lediglich etwa 1,5 bar.

Auch wenn es sich also nicht um echten Espresso handelt, ist der Kaffee aus einem Espressokocher geschmacklich dem einfachen Filterkaffee jedoch überlegen und bindet deutlich mehr der im Kaffeemehl enthaltenen Geschmacks- und Aromastoffe.

Welches sind die Vorteile und Anwendungsbereiche eines Espressokochers?

Die Bauart und die charakteristischen Eigenschaften eines Espressokochers sind gut geeignet, die Qualitätsunterschiede des Endproduktes gegenüber einem echten Espresso wett zu machen.

  • Ein Espressokocher benötigt meist keinen Stromanschluss
  • Ein Espressokocher kann auch unterwegs, zum Beispiel auf einem Campingkocher, genutzt werden
  • Ein Espressokocher ist leicht zu bedienen und einfach zu reinigen
  • Ein Espressokocher kocht in einem Arbeitsgang Espresso für mehrere Tassen
  • Ein Espressokocher ist ein stylisches Einrichtungs-Accessoire
Zusammengenommen mit dem vergleichsweise geringen Anschaffungspreis, ist der Espressokocher die ideale Anschaffung für Kaffeeliebhaber, wie auch für Gelegenheitstrinker, für den Studentenhaushalt, wie auch für die Hochglanz Luxusküche, für Singles, wie für Mehrpersonenhaushalte, für Liebhaber des schnellen, heißen Shots, wie auch für Freunde ausgefallener Kaffeespezialitäten.

Die Sache mit der Crema

cremaErkennbarer Unterschied zu einem echten Espresso, zum Beispiel aus einer Siebträgermaschine, ist das Fehlen der charakteristischen Crema, dem Schaum aus Kaffeebohnenöl, Proteinen, Zucker und Kohlenstoffdioxid, der viel des typischen Aromas eines Espresso enthält. Diese Crema entsteht erst durch den charakteristischen Druck, der beim Espressokocher wie beschrieben nicht vorliegt. Zwar bildet sich auch beim Espressokocher unter Umständen Schaum, dieser ist jedoch nicht stabil und mit einer echten Crema nicht zu vergleichen.

Dieser Schwachstelle begegnen einige Hersteller mit einem technischen Trick: sie installieren am Ende des oberen Steigrohres ein zusätzliches Ventil, den sogenannten Cremator. Dieses auch Cremaventil genannte Ventil verschließt das Steigrohr, wodurch sich hier zusätzlich Druck aufbaut. Das Ventil öffnet erst bei einem Druck von meist sechs bar, wodurch der ausströmende Kaffee eine deutlich beständigere Crema erhält und auch geschmacklich den Unterschied zwischen echtem Espresso und solchem aus einer Espressokanne zusätzlich vermindert.

Welche unterschiedlichen Arten von Espressokochern gibt es?

espressoglasIm grundlegenden bereits beschriebenen Aufbau gleichen sich alle im Handel erhältlichen Modelle seit der Erfindung des Espressokochers. Am einfachen und effektiven Aufbau besteht kein Optimierungsbedarf und das Funktionsprinzip bedingt einen grundlegenden Aufbau.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Modelle verschiedener Hersteller in Größe, Design und im Material.

Größe

Espressokocher werden von den meisten Herstellern in Varianten für zwei, vier oder für sechs Tassen angeboten. Die Angabe bezieht sich dabei in der Regel auf Mokkatassen mit einem Fassungsvermögen von 60 ml. Allgemein wird empfohlen, auch immer die komplette Kapazität eines Espressokochers zu nutzen, um optimale Geschmacksergebnisse zu erzielen. Insbesondere das Kochen geringer Mengen in einem zu groß gewählten Modell, kann dazu führen, dass die Extraktion aus dem Kaffeemehl nicht zufriedenstellend verläuft. Einige Hersteller liefern sogenannte Reduktionssiebe, also Siebeinsätze für das Trichtersieb, die dessen Größe reduzieren und so die Zubereitung geringerer Kaffeemengen bei gleichbleibender Qualität ermöglichen.

Design

bialettiWenn sie an eine Espressokanne denken, haben die meisten Menschen ein ganz bestimmtes Design vor Augen. Die Moka Express des italienischen Erfinders Alfonso Bialetti ist nicht nur die erste Espressokanne, sie prägt auch bis heute das Bild einer solchen. Die charakteristische achteckige Form des komplett aus Metall gefertigten Gehäuses, ist bis heute beliebt und hat, unabhängig von der Funktion, einen eigenständigen Wert als Blickfang und Einrichtungsdetail in einer Küche. Inzwischen werden nicht nur Modelle in diesem markanten Design angeboten.

Zum einen finden sich auch solche, die ihm zwar folgen, es jedoch zum Beispiel durch Farbgestaltung individualisieren. So gesellen sich zum bekannten silbergrau des unbehandelten Metalls heute alle Farben des Regenbogens, die den einfachen Espressokocher durch eine belastbare Lackierung zusätzlich veredeln. Wieder andere Hersteller weichen von der klassisch eckigen Form ab und nutzen die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Grundmaterials, ohne dabei den charakteristischen Aufbau zu verändern.

Material

Klassische Espressokocher bestehen vollständig aus Metall und werden meist lediglich durch einen Henkel an der Kanne und einen Knopf an deren Deckel, beide meist aus Kunststoff, ergänzt.

Ursprünglich wurden Espressokocher ausschließlich aus Aluminium gefertigt. Aluminium ist leicht, robust und preiswert. Allerdings wird dem Material auch unterstellt, dass es Einfluss auf den Kaffeegeschmack nimmt und diesem eine metallische Note verleihen kann. Außerdem sei Aluminium schwerer zu reinigen. Seit einigen Jahren findet deshalb zunehmend auch Edelstahl Verwendung in der Herstellung von Espressokochern. Edelstahl ist leicht zu reinigen, geschmacksneutral und dabei nicht weniger robust, haltbar und leichtgewichtig.

Metall, ob Edelstahl oder Aluminium, ist vor allen Dingen für den Kessel des Espressokochers unverzichtbar. Erstens ermöglicht es eine unkomplizierte und gleichzeitig hoch druckfeste Bauart und zweitens garantiert es ein effektives und schnelles Erhitzen des enthaltenen Wassers. Da für die Kanne diese Anforderungen nicht in der Form bestehen, finden sich hier auch Modelle aus anderem Material, wie zum Beispiel Keramik oder Glas.

Espressokocher mit Direktauslauf

direktauslaufEine Abwandlung des klassischen Espressokochers ist die Baumform mit Direktauslauf. Im Funktionsprinzip gleichen diese Modelle den beschriebenen Kochern, sie verzichten jedoch auf eine Kanne. Auf den Kessel wird ein Deckel geschraubt, der gleichzeitig als Abstellfläche für eine oder zwei Mokka- oder Espressotassen dient. Aus der Mitte dieses Deckels tritt das sonst in der Kanne verbaute zweite Steigrohr hervor, an dessen Ende ein oder zwei gebogene Röhrchen so angebracht sind, dass der beim Kochen aufsteigende Kaffee direkt in darunter platzierte Tassen strömt. Das Ergebnis unterscheidet sich nicht, allein die zumindest kurzfristige Warmhaltefunktion einer Metallkanne geht hier, zugunsten des eher optischen Effektes, verloren.

Elektrische Espressokocher

01-2-cloer-5928-espresso-kocher-365-watt-3-6-tassen-detailBeim elektrischen Espressokocher handelt es sich um eine Kombination aus einem hier beschriebenen Espressokocher und einer darauf angepassten Heizunterlage. Der Espressokocher wird hier bedient, wie gewohnt, jedoch nicht auf eine Herdplatte oder einen Gaskocher oder ähnliche Kochstellen gestellt, sondern auf einer zugehörigen Basis platziert.

Diese ist mit einem Netzstromkabel ans Stromnetz gebunden und fungiert als Heizelement, welches das Wasser im Kessel bis zum Siedepunkt erhitzt und so den Extraktionsprozess in Gang setzt. Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen Timer, an der beschriebenen Basis, der ein zeitgesteuertes Starten des Kochvorgangs ermöglicht.

Noch vor einigen Jahren gab es im Handel kaum eine Auswahl bei Espressokochern. Als Kunde konnte man zwar meistens diverse herkömmliche Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten finden, bei Espressokochern hingegen konnte man sich freuen, wenn mehr als ein einziges Modell angeboten wurde. Heute sieht es freilich anders aus: Im niedergelassenen Fachhandel wie auch im Onlineshop gibt es auch Espressokocher in zahlreichen Größen, Varianten und Ausfertigungen. Und auch die Preise dafür sind höchst unterschiedlich. Es gibt also zahlreiche Gründe, die Unterschiede näher zu beleuchten und damit auch näher auf die Kaufkriterien einzugehen.

Kaufkriterien für Espressokocher

Die relevanten Kaufkriterien sind individuell höchst unterschiedlich. Denn hier geht es nicht nur um qualitative Aspekte, sondern auch um den persönlichen Geschmack und Bedarf. Die folgende Checkliste beinhaltet demnach nicht nur Überlegungen hinsichtlich der Qualität eines Espressokochers, sondern auch die verschiedenen Produktmerkmale.

Material

espressokocher-6Der klassische Espressokocher ist derart charakteristisch, dass er mittlerweile auch als Piktogramm, zum Beispiel in Anleitungen von Elektroherden oder auf Kaffeeverpackungen, zu sehen ist. Sein achteckiges Format und die graue Farbe des Aluminiums bleiben in Erinnerung. Allerdings werden Espressokocher heute auch in anderen Materialien angeboten. Vor allem Edelstahl ist hier äußerst beliebt, einige Espressokocher besitzen zudem einen keramischen Anteil. Vorteil dieser Materialien: Im Gegensatz zum Aluminium, bei dem ein geringer, aber messbarer, permanenter Materialabrieb festgestellt wurde, ist ein solcher sowohl bei Edelstahl als auch bei Keramik ausgeschlossen. Da Aluminium den Geschmack des Kaffees beeinflussen kann, entscheiden sich immer mehr Gourmets für einen anderen Espressokocher. Außerdem wird Aluminium seit geraumer Zeit verdächtigt, gesundheitlich nicht ganz unbedenklich zu sein.

Hersteller

Espressokocher wurden im Jahr 1933 in Italien erfunden. Ob der Italiener Alfonso Bialetti damals bereits geahnt hat, welchen Klassiker er mit seinem Produkt schaffen würde? Bis heute zählt die Firma Bialetti jedenfalls zu den führenden Herstellern von Espressokochern (und zahlreichem weiteren Kochgeschirr sowie Backutensilien). Außerdem findet man im Handel die Namen Alessi, Cilio sowie Gnali & Zani. Bei all den genannten Herstellern kann man davon ausgehen, qualitativ hochwertige, langlebige Produkte zu erwerben.

Allerdings haben auch zahlreiche No-Name-Hersteller den Espressokocher längst für sich entdeckt und bieten ihre Produkte zu Dumpingpreisen an. Nicht selten spart man bei diesen Espressokochern aber am falschen Ende, denn viele Billiggeräte versagen bereits nach recht kurzer Nutzungsdauer ihren Dienst.

Technik

espressokocher-7Im Prinzip ist die Funktionsweise von Espressokochern schnell erklärt. Der Espressokocher wird auf eine Wärmequelle, beispielsweise eine Herdplatte gestellt. Das im unteren Behälter befindliche Wasser wird bis zum Siedepunkt erhitzt. Der entstehende Dampfdruck sorgt anschließend dafür, dass das Wasser durch das Steigrohr des trichterförmigen Siebaufsatzes gedrückt wird. In diesem Trichter befindet sich das Kaffeemehl, aus dem durch das aufsteigende Wasser die Aromastoffe herausgelöst werden. Anschließend fließt der fertige Espresso durch das Steigrohr in den oberen Behälter.

So viel zum Grundprinzip. Allerdings liegen die Unterschiede auch hier im Detail. Beispielsweise gibt es Espressokocher in der einfachsten Ausführung, die also auf der Herdplatte erhitzt werden müssen. Einige moderne Espressokocher eignen sich dabei auch für Induktionskochfelder.
Andere Espressokocher sind selbstaufheizend, besitzen also eine integrierte Wärmequelle.
Außerdem werden mittlerweile Espressokocher mit einem speziellen Ventil, dem sogenannten Cremator, hergestellt. Dieses Ventil sorgt für den Aufbau eines besonders hohen Drucks, der dem Espresso eine Crema verleiht. Diese können herkömmliche Espressokocher nicht generieren, da ihnen der dafür notwendige Druck fehlt. Im Produkttest wird darauf näher eingegangen.

Einsatzorte

Der Vorteil von Espressokochern ist, dass sie nach einem ganz einfachen Grundprinzip funktionieren und daher überall genutzt werden können, wo es Trinkwasser, Espressopulver und eine Wärmequelle gibt. Jedenfalls dann, wenn man sich nicht für ein elektrisches, selbstbeheiztes Gerät entscheidet. Letzteres eignet sich also womöglich für zu Hause oder die Ferienwohnung, während der ganz simple Espressokocher auch beim Camping, am Strand oder auf dem Grillplatz eine tolle Idee ist. Eine einfachere Methode zur Herstellung von gutem Espresso gibt es nicht.

Volumen

Eigentlich ist es naheliegend, trotzdem wird dieses Kriterium häufig unterschätzt: Wie viel Espresso soll eigentlich gekocht werden? Espressokocher gibt es von Mini bis Maxi in zahlreichen Größen, jeweils genau optimiert für eine bestimmte Anzahl von Espressotassen. Dabei ist es vor allem aus Gründen des Energieverbrauchs sinnvoll, einen Espressokocher in der passenden Größe zu wählen. Es ist also nicht sinnvoll, einen überdimensionierten Espressokocher für ein einziges Tässchen Kaffee zu verwenden. Ähnlich unwirtschaftlich ist es, einen zu kleinen Espressokocher im Dauerbetrieb zu nutzen, um mehrere Personen mit Espresso zu versorgen.

Reinigung

Die meisten hochwertigen Espressokocher lassen sich recht schnell und einfach reinigen. Ein Grund dafür ist, dass sie zumeist aus lediglich 3 Komponenten bestehen, die sich schnell auseinandernehmen lassen. Etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert häufig das Sieb, sofern es sich dabei um ein separates Element handelt. Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, ob der Espressokocher von Hand gereinigt werden muss oder in die Spülmaschine darf. Bei einigen Kochern dürfen einzelne Elemente in den Geschirrspüler, während diese für andere Bauteile tabu ist.

Zubehör / Ersatzteile

espressokocher-4Mit diesem Kriterium steht und fällt die Wirtschaftlichkeit eines Espressokochers. In der Test Auswertung haben wir daher auch darauf geachtet, ob für einen Espressokocher Ersatzteile zu bekommen sind. Während die meisten guten Markenhersteller fast alle Einzelteile zum Nachkauf anbieten, sieht es bei No-Name-Produkten oft vollkommen anders aus. Während wir bei Espressokochern von Markenherstellern dank der Nachkauf- und Austauschbarkeit von Einzelteilen also von fast unkaputtbaren Geräten sprechen können, scheitert es bei den Billigkochern oft schon an minimalsten Defekten. Ein typisches Beispiel für das Sparen am falschen Ende also.

Testurteile

Nur Produkttester haben die Möglichkeit, einen Espressokocher wirklich auf Herz und Nieren zu prüfen. Natürlich ist es sinnvoll, auch auf Produktbewertungen früherer Käufer zu achten. Im Test sind allerdings Bedingungen möglich, wie sie private Verbraucher nicht erreichen können. Auf diese Weise können die Tester auch Details erkennen, die für den Laien nicht sichtbar sind.

Preis

Ein guter Espressokocher muss nicht teuer sein. Selbstverständlich sollten alle genannten Kriterien berücksichtigt werden, um nicht doch die Katze im Sack zu kaufen. Wer aber bereit ist, ein paar Euro mehr zu investieren und nicht gleich beim erstbesten Billigangebot zuschlägt, kann an seinem Espressokocher viele Jahre Freude haben.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Espressomaschine und Espressokocher?

Um die Unterschiede zwischen einer Espressomaschine und einem Espressokocher zu erklären, bedarf es zuerst der klaren Definition:

Was ist eigentlich ein Espresso?
espressokocher-9An dieser Stelle muss als erstes mit einer häufig falschen Übersetzung aufgeräumt werden. „Espresso“ leitet sich aus dem italienischen Wort für „ausdrücken“ ab, hat also nichts mit einer besonders hohen Geschwindigkeit zu tun. Ein Espresso bedarf also einer besonderen Art der Zubereitung, die einen hohen Druck benötigt.

Noch im 19. Jahrhundert kannte man auch in Italien vor allem den klassisch aufgebrühten Kaffee, der bekanntlich drucklos abläuft. Rund um das Jahr 1900 experimentierte man aber vor allem in der norditalienischen Stadt Mailand mit Geräten, die beim Brühen des Kaffees einen mehr oder weniger starken Druck erzeugten. Nachdem erste Geräte in der Gastronomie zum Einsatz kamen, wurde immer häufiger der Wunsch geäußert, auch für zu Hause ein Verfahren zur Espresso-Herstellung zu entwickeln. Die so einfache wie geniale Erfindung des Espressokochers von Bialetti war also heiß ersehnt und fand schnell reißenden Absatz. Eine Espressomaschine, wie sie in der Gastronomie bereits zu dieser Zeit üblich war, war für die meisten Menschen damals vollkommen unerschwinglich. Also nahm man gerne ein paar Defizite in Kauf, die der Espressokocher mit sich bringt.

Im Folgenden nun die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Espressomaschine und einem Espressokocher.

Druck

Während ein Espressokocher lediglich einen Druck von maximal 1,5 bar aufbauen kann, bringt es eine Espressomaschine in der Regel auf einen Druck von etwa 12 bis 15 bar. Dieser Druck sorgt nicht nur dafür, aus dem Espressopulver möglichst viele Aromen herauszuholen und so einen noch besseren Espresso zu produzieren. Er sorgt auch für das Entstehen der äußerst beliebten Crema, die unter anderem aus Kaffeebohnenöl, Proteinen und Kohlendioxid besteht. Dieser formstabile, weiße bis cremefarbene Schaum liegt wie eine Krone auf dem Espresso und sorgt so für ein geschmeidiges Trinkgefühl. Zwar gibt es mittlerweile Espressokocher mit einer speziellen Düse im Steigrohr, dir für einen größeren Druck sorgen soll. Die dadurch entstehende Crema kann mit dem in der Espressomaschine erzeugten Schaum allerdings nicht mithalten.

Funktionsumfang

espressokocher-8Ein Espressokocher beschränkt sich auf die Grundfunktion: Er dient zum Espressokochen für eine oder mehrere Personen. Wasser und Pulver müssen manuell zugegeben werden, außerdem muss der Kocher auf eine Kochstelle gesetzt werden. Und selbstverständlich muss man ihn von dort wieder entfernen, wenn der Kaffee fertig ist. Trotzdem ist es fast unvermeidlich, dass der Espresso minimal überkocht. Wer also regelmäßig einen Espressokocher nutzt, der weiß auch: Schon wenige Tropfen Kaffee können sich auf äußerst unschöne Weise in die Herdplatte einbrennen.

Bei einer Espressomaschine kann man sich über deutlich mehr Komfort freuen. Selbst die einfachsten Modelle besitzen einen Tank mit ausreichend Volumen für mehrere Tassen Kaffee. Das Kaffeepulver wird entweder manuell in einen Siebträger gefüllt und dort mittels Tamper leicht angepresst. Bei höherwertigeren Espressomaschinen ist sogar ein Mahlwerk integriert, in dem die Kaffeebohnen vor jedem Brühprozess frisch gemahlen werden.

Das dadurch entstehende Aroma kann mit einem Espressokocher nur dann ansatzweise erreicht werden, wenn man die Bohnen vor dem Brühvorgang in einer separaten Mühle frisch zu Pulver vermahlt. Zum Standard bei Espressomaschinen, sogar bei den günstigsten Einstiegsmodellen, gehört eine Milchaufschäumdüse. Diese erlaubt mittels Heißdampf das Aufschäumen von warmer Milch. Nutzt man hingegen einen Espressokocher, muss man für das Aufschäumen ein separates Gerät verwenden.

Vorteilhaft ist bei einer Espressomaschine auch, dass sich das Pulver in einem schlichten Siebträger befindet. Dieser kann nach dem Brühen einfach ausgeklinkt und entleert werden, ohne dass man dafür die komplette Maschine auseinandernehmen müsste. Da der Siebträger einen stabilen Griff besitzt, lässt er sich ganz leicht und ohne ein Verbrühungsrisiko lösen.

Leistung

espressokocher-1Eine Espressomaschine kann viel. Bei einigen Geräten handelt es sich um regelrechte Vollautomaten, die nicht nur Espresso, sondern viele verschiedene Kaffeespezialitäten liefern. Doch selbst eine kleine, preisgünstige Espressomaschine ist dem Espressokocher hinsichtlich ihrer Leistung deutlich überlegen. Denn im Test zeigt sich: Will man mehrere Tassen Espresso nacheinander kochen, so gelingt dies mit der Espressomaschine deutlich schneller.

Denn der Tank hat eine Kapazität, die für einige Tassen Kaffee ausreicht, außerdem muss lediglich der Siebträger entleert und neu befüllt werden. Beim Auseinanderbauen des Espressokochers hingegen muss man äußerst vorsichtig sein, immerhin besteht der Kocher meist aus Vollmetall und heizt sich daher überall extrem auf. Vor dem entleeren muss er abkühlen – oder man muss nachhelfen, indem man ihn unter fließendem, kaltem Wasser abspült.

Die klaren Vorteile des Espressokochers

Alle hier benannten Unterschiede legen die Vermutung nahe, dass sich der Erwerb eines Espressokochers nicht lohnt. Denn tatsächlich ist ihm die Espressomaschine in fast allen Punkten klar überlegen. Trotzdem erfreuen sich Espressokocher großer Beliebtheit. Sogar Fans der Espressomaschine können sich in einigen Situationen so für den Espressokocher begeistern, dass sie ihn zusätzlich zur Maschine anschaffen. Denn bei einigen Aspekten kann die Espressomaschine einfach nicht mithalten.

Funktioniert immer und überall:

Ein Espressokocher benötigt keine elektrische Energie. Man braucht nicht mehr als Trinkwasser, Kaffeepulver und eine ebene, beheizbare Fläche. Ob es sich bei dieser um einen Holzofen, einen Grill oder ein Lagerfeuer handelt, ist beim Espressokocher vollkommen egal (Beim Lagerfeuer ist nur darauf zu achten, dass der meist aus Kunststoff gefertigte Griff nicht schmilzt oder verbrennt). Da der Espressokocher wunderbar klein ist, kann man ihn überall mit hinnehmen. Auch zum Segeltörn oder auf die Berghütte.

Wartungsfrei und kaum störanfällig

Elektrische Geräte halten nicht ewig. Selbst die beste Espressomaschine wird zwangsläufig irgendwann ihren Dienst versagen und muss dann repariert oder ausgetauscht werden. Das freut natürlich die Servicetechniker und Händler, ist aber für jeden Besitzer einer Espressomaschine ein Ärgernis. Und zwar ein kostspieliges. Im Espressokocher hingegen steckt keine komplizierte Technik, sondern lediglich eine leicht verständliche und überschaubare Mechanik. Wenn hier etwas nicht funktioniert, findet man den Fehler auch als Laie und kann ihn rasch beheben.

Leicht zu reinigen

Natürlich muss der Espressokocher nach der Benutzung erst vollständig abkühlen. Dann aber lässt er sich problemlos und schnell komplett reinigen. Natürlich auch inklusive möglicher Kalkrückstände. Das häufig besonders aufwändige Reinigungs- und Entkalkungsprozedere, wie es bei Espressomaschinen notwendig ist, entfällt bei Espressokochern komplett.

Besonders preiswert in der Anschaffung

Das nach wie vor meistgenannte Kriterium für die Nutzung von Espressokochern liegt im Preis. Während man bei Espressomaschinen in aller Regel mit einem mindestens dreistelligen Kaufpreis rechnen muss (lediglich Pad- oder Kapselmaschinen können im Anschaffungspreis darunter liegen), kosten selbst hochwertige Espressokocher normalerweise nicht mehr als einhundert Euro.

Welcher Kaffee ist geeignet?

espressokocher-10Achtung, Binsenweisheit: Natürlich muss in einen Espressokocher fertig gemahlenes Kaffeepulver gefüllt werden. Um welches Kaffeepulver es sich dabei handelt, ist aber Geschmackssache. Es lohnt sich aber, dem Kaffee- und Espressopulver etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn ein wirklich guter Espresso lässt sich auch nur mit einem ebenso guten Espressopulver zubereiten.

Auch die Qualität von Espressopulver wurde bereits in so manchem Test überprüft. Dabei wurden auch die Kriterien verdeutlicht, die einen guten Espresso ausmachen. In Bezug auf das Pulver beziehungsweise die Bohnen bedeutet das:

1. Die Wahl der richtigen Bohnen

Während „normaler“ Kaffee häufig mit Sortenreinheit beworben wird, handelt es sich bei Espressobohnen in aller Regel um eine Mischung. Um ein besonders ausgewogenes Verhältnis von Säure und Aromen zu gewährleisten, werden für Espresso in aller Regel Robusta- und Arabicabohnen gemischt. So entsteht ein so milder wie aromatischer Espresso. Natürlich hat jeder Kaffeeröster seine eigene Rezeptur, also das eigene Mischverhältnis. Außerdem setzen die Röster auf Bohnen aus unterschiedlichen Anbaugebieten. Die Herkunft der Bohnen kann tatsächlich über die Qualität eines Espresso entscheiden.

2. Die Röstung

Ohne die richtige Röstung kann kein Kaffee gelingen. Und natürlich auch kein Espresso. Espressobohnen werden dabei stärker geröstet als Kaffeebohnen für normalen Kaffee. Allerdings liegt das Geheimnis auch in der Röstung selbst. Vor allem bei billigen Kaffees kann man häufig schmecken, dass die Bohnen zu schnell und bei zu hohen Temperaturen geröstet werden. Das Ergebnis ist letztlich ein Kaffee, der häufig bitter oder sauer schmeckt. Qualitativ hochwertiger Espresso entsteht also auch durch die Art und Dauer der Röstung.

3. Am besten frisch gemahlen

In einigen Aspekten verhält sich Kaffee wie ein Gewürz, beispielsweise Pfeffer. Denn genau wie dieser kann auch der Kaffee sein Aroma nur im gemahlenen Zustand richtig abgeben. Da sich das Aroma aber recht schnell verflüchtigt (zumindest in Teilen), sollten auch Espressobohnen am besten unmittelbar vor dem Aufbrühen gemahlen werden. Ob das Mahlen der Kaffeebohnen in einer elektrischen oder handbetriebenen Mühle geschieht, ist dabei unerheblich. Wichtig ist jedoch, dass sich das Mahlwerk nicht erwärmt, da sich auch dabei Aromen verflüchtigen können. Außerdem sollt der Mahlgrad des Pulvers verstellbar sein. Denn zu grob gemahlene Bohnen können für ein lasches Aroma sorgen, während ein zu feines Kaffeepulver für eine recht bittere Note verantwortlich sein kann.
Generell kann hier sogar Uromas alte, handbetriebene Kaffeemühle wieder zum Einsatz kommen. Denn schon damals war es durchaus üblich, Kaffeemaschinen mit verstellbarem Mahlwerk herzustellen. Ein weiterer Aspekt betrifft natürlich die Kaffeekultur: Bohnen mit einer antiken Mühle frisch zu mahlen, hat eindeutig Stil und macht Spaß. Außerdem schmeckt ein Espresso gleich noch einmal so gut, wenn er weitgehend in Handarbeit gemacht wurde.

Übrigens sollten auch Espressobohnen nicht überlagert werden. Wenn die Bohnen selbst zu alt sind (oder falsch gelagert wurden), sorgt auch das Mahlen unmittelbar vor dem Brühen für keinen echten Kaffeegenuss. Daher gilt: Wer einmal ganz besonders gute Espressobohnen kauft oder geschenkt bekommt, sollte diese nicht bis zum St. Nimmerleinstag aufbewahren. Wenn sich die nächste perfekte Gelegenheit ergibt, einen Spitzenespresso zu trinken, haben die Bohnen sonst möglicherweise ihre beste Zeit bereits hinter sich.

4. Billiger Kaffee schmeckt auch so!

Während man den billigsten Kaffee bereits für 3 Euro je Pfund kaufen kann, gibt es nach oben keine Grenze. Espresso ist zwar generell etwas teurer, trotzdem gilt auch hier: Was zu billig ist, schmeckt in aller Regel auch danach. Allerdings wurde diesem Aspekt viele Jahre lang kaum Beachtung geschenkt, wurde aber seit einiger Zeit wiederentdeckt. Daher sprießen kleine Röstereien wie Pilze aus dem Boden, die ihre speziellen Kaffee- und Espressomischungen in entsprechend kleinem Umfang anbieten. Natürlich hat diese Liebe zum Kaffee und die hier noch greifbare Handarbeit ihren Preis. Wie viel man aber für wirklich gute Espressobohnen ausgeben sollte, ist allenfalls per Faustregel zu beantworten.

coffee-917613_960_720Experten raten generell von Kaffeebohnen ab, die einen Kilopreis von deutlich weniger als 10 Euro haben. Dies gilt selbstverständlich nicht für Espressobohnen, die im Supermarkt zu einem Sonderangebot verkauft werden, aber regulär einen deutlich höheren Preis haben. Trotzdem wird es sich bei diesen Bohnen kaum um echte Premium-Espressobohnen handeln. Bei diesen ist ein Kilopreis von 20 bis 30 Euro nicht unüblich. Ein Preis, den man schmecken kann – und wenn man ausrechnet, wie teuer jede einzelne Tasse Espresso bei diesen Premium-Bohnen ist, erscheint die Sache trotzdem als erschwinglich. Wer möchte, kann die Sache natürlich auf die Spitze treiben und sich für besonders teure Bohnenmischungen entscheiden. Dann ist es aber zu empfehlen, beim ersten Mal nur eine kleine Menge zu kaufen und zu probieren, ob einem das Ergebnis wirklich so viel Geld wert ist. Falls ja, kann man die Kaffeebohnen ja gerne nachkaufen, andernfalls hält sich der finanzielle Verlust in Grenzen.

Neben den erwähnten kleinen Röstereien gibt es auch zahlreiche Onlineshops, die hochwertigen Premium-Espresso anbieten. Der Vorteil bei diesen Shops ist, dass die angebotenen Produkte oft bereits vielfach getestet und bewertet wurden. Frühere Käufer kommentieren gerne, ob ihnen der gekaufte Kaffee geschmeckt hat. Nicht selten haben sich außerdem bereits Produkttester mit dem Geschmack und der Qualität der angebotenen Kaffeebohnen befasst.

Normaler Kaffee im Espressokocher?

1-kaffeeSelbstverständlich kann ein Espressokocher auch mit gewöhnlichem Kaffeepulver befüllt werden – und umgekehrt lässt sich auch Espressopulver in der Kaffeemaschine verwenden. Allerdings schmeckt man den Unterschied recht deutlich, immerhin besteht herkömmliches Kaffeepulver aus einer anderen Bohnenmischung und wird zudem anders geröstet.

Das muss allerdings kein Kriterium sein, das gegen den Kauf eines Espressokochers spräche. Insbesondere dann nicht, wenn man sich für einen großen Espressokocher entscheidet. Dann kann man in diesem anstelle vieler Tassen Espresso auch wenige Tassen normalen Kaffees aufbrühen. Natürlich bekommt dieser Kaffee durch das besondere Brühverfahren ein etwas anderes Aroma als gewöhnlicher Filterkaffee. Allerdings ist das Ergebnis geschmacklich wie qualitativ keinesfalls schlechter.

So haben wir die Espressokocher getestet

01-1-cloer-5928-espresso-kocher-365-watt-3-6-tassen-detailIm Funktionsumfang sowie in Ausstattung und erst recht im Funktionsprinzip gibt es kaum zu bewertende Unterschiede zwischen den Modellen verschiedener Hersteller. So kann ein Espressokocher Test sich in der Hauptsache auf optische Merkmale, die Verbindung von Funktion und Design, gewählte Materialien und die allgemeine Verarbeitung stützen.

Entsprechend beantwortet der Espressokannen Test all jene Fragen, die den Anwender interessieren und die langfristig den Erfolg und die Freude an einer Espressokanne bestimmen:

  • Wie groß ist die Kanne und welches Fassungsvermögen bietet sie?
  • Welches Design wurde gewählt – eine eher zeitlos klassische Gestaltung oder zum Beispiel ein modisch futuristisches Design, eventuell in einer besonderen Farbgebung?
  • Welche Materialien wurden im Einzelnen verarbeitet (Kessel, Kanne, Griffe, Siebeinsatz)?
  • Wie leichtgängig und gleichzeitig stabil ist die Verbindung zwischen Kessel und Kanne?
  • Wie einfach lässt sich die Espressokanne befüllen (Wasser und Kaffeemehl)?
  • Wie einfach ist die Espressokanne nach Benutzung zu reinigen?
  • Mit welchem Zubehör wird das Modell geliefert?
  • Welche Sicherheitselemente wurden verbaut (Überdruckventil, wärmeisolierte Griffe)?
  • Wie sind notwendige Elemente der Kaffeekanne gestaltet (Ergonomie der Griffe, Eignung für Linkshänder, Tropfsicherheit des Ausgusses)?

Neben diesen Aspekten, die in einem Espressokocher Test Beachtung finden, ergeben sich zusätzliche Fragen für Modelle mit zugehörigem Heizelement:

  • Wie ist das Heizelement gestaltet?
  • Wie erfolgt die Bedienung?
  • Wie ist der Stromanschluss gestaltet (Länge des Netzkabels)
  • Über welche Sicherheitsmerkmale verfügt das Heizelement (Abschaltautomatik, Überhitzungsschutz)
  • Welche Komfortmerkmale sind vorhanden (Warmhaltefunktion, Timer)

Worauf muss man beim Kauf eines Espressokochers achten?

Trotz aller Ähnlichkeit zwischen einzelnen Modellen gibt es einige wenige Dinge zu beachten und im Vorfeld zu hinterfragen, wenn man auch langfristig Freude an einer Neuanschaffung haben möchte.

  • Wie häufig und wie viel Kaffee soll mit der Espressokanne gekocht werden?

Die Ansprüche an Qualität und Verarbeitung sollten naturgemäß höher sein, wenn eine Espressokanne regelmäßig genutzt werden soll. Bei täglicher Nutzung lohnt sich so zum Beispiel durchaus ein Blick auf den zu erwartenden Reinigungsaufwand.

Außerdem sollte bedacht werden, wie viel Kaffee mit einem Zubereitungsgang benötigt wird. Zwar braucht die Zubereitung in einer Espressokanne nicht viel Zeit, deshalb aber bewusst ein zu kleines Modell zu wählen, wäre kurzsichtig. Gleichzeitig sollte keine allzu große Kanne gewählt werden, wenn regelmäßig nur zwei Tassen gekocht werden sollen. Zwar ermöglichen es Reduktionssiebe, die sich im Lieferumfang einiger großer Modelle finden, auch in einem großen Espressokocher nur weniger Tassen zu kochen, allgemein gilt jedoch, dass die besten Ergebnisse mit einer vollständigen Auslastung der Kapazität erzielt werden.

  • Auf welcher Heizquelle soll die Espressokanne genutzt werden?

gasflammeDie Frage nach der vorhandenen, notwendigen Heizquelle, ist ausschlaggebend für die Wahl des Materials, aus dem die Espressokanne gefertigt ist. Wie beschrieben besteht zumindest der Wasserkessel einer Espressokanne allgemein aus Metall. Für gängige Herdarten, ob Elektroherd, Glaskeramikkochfeld oder Gas, bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Auswahl einer Espressokanne, sie sind mit allen handelsüblichen Modellen kompatibel.

Besondere Ansprüche stellen jedoch die zunehmend beliebten Induktionskochfelder. Die Wärmeerzeugung basiert hier auf der Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes und funktioniert ausschließlich in Verbindung mit ferromagnetischem Kochgeschirr. So gilt auch für Espressokocher, dass zumindest der Kesselboden oder ein darin enthaltener Kern magnetisch sein muss. Vollständig aus Aluminium gefertigte Modelle sind demnach ungeeignet.

Wer vollständig von einem Herd, einer Kochplatte oder einem Gaskocher unabhängig sein möchte, für den bieten sich solche Modelle, die über eine eigene Heizquelle verfügen.

Führende Hersteller

  • Bialetti
  • Cilio
  • Alessi
  • Gnali & Zani
Das 1919 gegründete Familienunternehmen ist die Geburtsstätte des Espressokochers. 1933 vom Italiener Alfonso Bialetti erfunden, übernimmt dessen Sohn 1946 die Geschäftsleitung und macht Bialetti zu einem weltweit erfolgreichen Unternehmen. Durch Verkauf 1986 wurde Bialetti zu einer Marke des US-amerikanischen Haushaltswarenherstellers Bradshaw International, Inc., mit Sitz in Rancho Cucamonga, Californien.

Unter der Marke Bialetti werden Kochgeschirr, Backutensilien, elektrische Küchengeräte und verschiedene Arten von Kaffeemaschinen angeboten. Hierzu zählen vor allen Dingen Espressokocher. Neben dem Klassiker, der Moka Express finden sich auch neue Modelle in unterschiedlichen Designs, aus verschiedenen Materialkombinationen. Darunter auch solche mit elektrisch betriebenem Heizelement.

Das Angebot der Marke Bialetti findet sich sowohl im unteren als auch im mittleren und oberen Preissegment.

Das deutsche Unternehmen cilio tisch-accessoires GmbH mit Sitz in Solingen, gehört mit dem Gründungsjahr 1993 zu den jungen Unternehmen am Markt, zählt hier jedoch bereits zu den erfolgreichsten. Neben einer Auswahl an Espressokochern, besteht das Angebot aus umfangreichem Zubehör. Das Angebot umfasst Modelle aus Edelstahl, Aluminium und Porzellan und findet sich im unteren und mittleren Preissegment.
Das in den 20er Jahren in Italien gegründete metallverarbeitende Unternehmen erlangte internationale Bekanntheit durch das oftmals außergewöhnliche und deshalb international beliebte Design von einfachen Haushaltsgeräten und -utensilien aller Art.

Entsprechend der Firmentradition finden sich auch Espressokocher, bei denen besonders auf ausgefallenes Design Wert gelegt wird, aus Aluminium und Edelstahl. Das Angebot bewegt sich im mittleren und oberen Preissegment.

Das Unternehmen Gnali & Zani aus dem norditalienischen Lumezzane, produziert Espressokocher im klassischen Design, angelehnt an die Moka Express, aus Aluminium. Als Besonderheit werden diese in zahlreichen Farben angeboten. Außerdem umfasst das Angebot einige Modelle mit Direktauslauf für eine oder zwei Tassen.

Bezugsquellen – Internet vs. Fachhandel

Für einen Spontankauf finden sich im Einzelhandel einige Bezugsquellen für Espressokocher verschiedener Hersteller. Vereinzelt finden sich einfache Modelle in Einrichtungshäusern mit Haushaltswarenabteilung oder auch in entsprechenden Abteilungen größerer Kaufhäuser oder Supermarktketten.

Um jedoch das vielfältige Angebot der zahlreichen Hersteller angemessen vergleichen zu können, empfiehlt sich in jedem Fall das Internet. Hier finden sich sowohl die Informationen und Angebote konkreter Hersteller als auch übergreifende Sortimente auf entsprechenden Handelsplattformen. Dies ermöglicht den direkten Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern und einzelnen Modellen, der in vergleichbarem Umfang im stationären Handel nicht möglich ist.

Nicht zuletzt kann im Internet bequem zwischen verschiedenen Anbieter gewählt und so das beste Angebot ausgesucht werden. Zumindest bei inländischen Anbietern unterscheiden sich die gesetzlich geregelten Garantie- und Gewährleistungsbedingungen hierbei nicht vom stationären Handel.

Wissenswertes und Ratgeber rund um den Espressokocher

Die Geschichte des Espressokochers

pavoniHistorische Grundlage der Erfindung des Espressokochers ist die Entwicklung des Verfahrens der Druck-Extraktion in der Kaffeezubereitung. Wurde Kaffee zuvor ausschließlich im Direktaufgussverfahren zubereitet, erfolgte die erste Patentierung eines Verfahrens unter Nutzung von Wasser und Wasserdampf 1884 durch den Italiener Angelo Moriondo. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Verfahren von verschiedenen Nachfolgern, vornehmlich ebenfalls aus Italien, weiterentwickelt, bis es den Stand noch heute gebräuchlicher Siebträgermaschinen erreichte.

Aufgrund des notwendigen hohen Druckes, waren diese Maschinen jedoch von Anfang an sehr komplex, meist verhältnismäßig groß und für den Privatgebrauch kaum erschwinglich. In Privathaushalten blieben deshalb die verschiedenen Methoden des Direktaufgusses verbreitet.

Schon vor den ersten belegten Kaffeemaschinen, die eine Extraktion mittels Dampfdruck ermöglichten, finden sich solche, die zwar Dampfdruck nutzen, trotzdem aber eher dem Direktaufguss glichen. So auch der erste Kaffee-Perkolator, der zwischen 1810 und 1814 vom Amerikaner Benjamin Thompson, Graf Rumford erfunden wurde. Dieser Perkolator kann als Mischung aus einer heute gebräuchlichen Kaffeefiltermaschine und einem Espressokocher betrachtet werden. Wasser wird im unteren Teil einer Kanne erhitzt, steigt durch ein Rohr nach oben und ergießt sich dort über in den oberen Teil eingefülltes Kaffeemehl. Das so entstandene Extrakt fließt durch ein Sieb zurück in den unteren Behälter in dem es sich mit dem darin noch enthaltenen Wasser vermischt. Der so entstehende Kreislauf läuft bis zum Erlöschen der Heizquelle weiter. Je länger, desto stärker das Endprodukt, das jederzeit durch einen geeigneten Ausguss abgefüllt werden kann. Man spricht hierbei auch von zirkulierenden Perkolatoren.

Überläuft das erhitzte Wasser das Kaffeemehl nur einmal und fließt dann in einen separaten Behälter, spricht man von einem Pump-Perkolator. Aus letztgenannten entwickelte sich schließlich auch die Espressokanne, als Erfindung des Italieners Alfonso Bialetti, bei der das erhitzte Wasser durch das Kaffeemehl gepresst wird.

So gelingt die Zubereitung im Espressokocher

Der Umgang mit einem Espressokocher ist keine Geheimwissenschaft. Trotzdem lohnt es sich, einige Empfehlungen und Vorgehensweisen zu beherzigen, um optimale Ergebnisse zu erzielen:

  • Mahlen Sie den Kaffee nach Möglichkeit selbst.

kaffee-alte-kaffeemuehle-2Da der Druck in einem Espressokocher deutlich geringer ist, als der in einer klassischen Siebträgermaschine, ist die übliche Mahlung eines Espressokaffeemehls oft zu fein. Wählen Sie entsprechend einen etwas gröberen Mahlgrad.

  • Heizen Sie das Wasser vor dem Einfüllen in den Kessel vor.

So überflüssig es auf den ersten Blick klingen mag, das Vorheizen des Kochwassers hat einen wichtigen Grund: kalt eingefülltes Wasser benötigt deutlich mehr Zeit, bis es den Siedepunkt erreicht, wodurch der Brühvorgang gestartet wird. Auch wenn das Wasser zu Anfang noch nicht heiß genug ist, um durch das Steigrohr aufzusteigen, erhitzt sich doch bereits das Metallgehäuse des Espressokochers. Diese Hitze wird auch auf das eingefüllte Kaffeemehl übertragen. Das starke erhitzen des trockenen Kaffeemehls führt zu Aromaverlust und kann zudem die Freisetzung von Bitterstoffen begünstigen. Das Vorheizen des Wassers verkürzt diesen Prozess deutlich zugunsten des Geschmacks.

  • Füllen Sie das heiße Wasser bis kurz unter das Überdruckventil in den Wasserkessel des Espressokochers ein.
  • Befüllen Sie den Filtereinsatz und setzen Sie ihn in die Öffnung des Wasserkessels ein.

Der Trichtereinsatz sollte immer vollständig gefüllt sein, um beste Ergebnisse zu erzielen. Soll nicht die gesamte Kapazität des Espressokochers genutzt werden, verwenden Sie nach Möglichkeit einen Reduktionseinsatz, der die Maximalmenge verringert. Drücken Sie das Kaffeemehl leicht an, verwenden Sie hierfür jedoch vorzugsweise die trockenen Finger und keinen Tamper, wie man ihn von Siebträgermaschinen kennt. Da der Druck bei Espressokochern deutlich geringer ist, sollte das Kaffeemehl nicht zu stark komprimiert werden um das Durchdringen nicht übermäßig zu erschweren.

  • Verbinden Sie Kaffeekanne und den Wasserbehälter miteinander.

08-1-andrew-james-6-tassen-espresso-cafetiereDie Verbindung wird üblicherweise durch ein Drehgewinde hergestellt. Achten Sie darauf, dass dieses leichtgängig ist und nicht verkantet. Überprüfen Sie das Gewinde regelmäßig auf Beschädigungen.

  • Den Beginn des Extraktionsprozesses kann man sehen und hören.

Ein Geräusch, das oft als „Husten“ bezeichnet wird, entsteht durch den Dampfdruck im Steigrohr und signalisiert den Beginn des Extraktionsprozesses. Bei geöffnetem Deckel kann man nun den fertigen Kaffee aus dem oberen Steigrohr fließen sehen. Sobald ein gleichmäßiger Durchfluss stattfindet, kann der Espressokocher eigentlich von der Heizplatte genommen werden, da die Hitze nun ausreichen sollte, das gesamte Wasser nach oben zu befördern. Ansonsten signalisiert ein charakteristisches „Fauchen“ das Ende des Prozesses. Die Kanne frühzeitig von der Flamme zu nehmen, verhindert ein Verbrennen des Kaffees. Wird der Unterteil der Kanne nun noch kurz unter fließendem Wasser abgekühlt, stoppt die Extraktion sofort, was sich besonders positiv auf das Aroma auswirken kann.

  • Genießen Sie Ihren Kaffee aus einer vorgeheizten Tasse

Da Sie bereits Wasser erhitzt haben, um es in den Espressokocher zu füllen, ist es kein zusätzlicher Aufwand, eine bereitgestellte Kaffeetasse mit etwas von diesem Wasser vorzuwärmen. Der Kaffeegenuss wird Ihnen diesen kleinen, zusätzlichen Schritt danken.

Nach dem Kochen ist vor dem Kochen

Nach jedem Einsatz sollten Sie Ihren Espressokocher reinigen, um ihn für den nächsten Einsatz vorzubereiten und gleichbleibend geschmackvolle Ergebnisse zu ermöglichen.

  • Spülen
Nachdem der Espressokocher vollständig ausgekühlt ist, zerlegen Sie ihn in seine Einzelteile, entsorgen Sie das Kaffeemehl (es eignet sich getrocknet übrigens auch hervorragend als preiswerter Pflanzendünger) und spülen Sie alle Teile gründlich unter fließendem Wasser. Verwenden Sie keine Reinigungsmittel! Die darin enthaltenen Chemikalien können nicht nur das Material angreifen, fast unvermeidliche Rückstände können sich auch negativ auf den Geschmack des nächsten Kaffees auswirken.
  • Trocknen

Die meisten Bauteile können Sie anschließend mit einem geeigneten Küchenhandtuch trockenreiben. Die Kanne, zumindest deren Innenseite, sollten Sie jedoch an der Luft trocknen lassen. Hier bildet sich im Laufe der Zeit eine Art Patina aus Kaffeeölen, die dem Kaffee auf Dauer einen besonderen Charakter verleiht.

  • Zusammensetzen

Erst wenn alle Teile vollständig getrocknet sind, können Sie den Espressokocher wieder zusammensetzen und bis zur nächsten Verwendung verstauen.

  • Regelmäßige Grundreinigung

Pezzetti Induzione Bellexpress Espressokocher für 6 TassenJe nach Ihren persönlichen Nutzungsgewohnheiten, sollten Sie Ihren Espressokocher alle zwei bis drei Wochen einer gründlicheren Reinigung unterziehen. Hierbei sollten alle Bauteile, inklusive der Filter und der Kanne gründlich gereinigt werden. Hierbei sollte auch das in der Kanne angesammelte Kaffeeöl entfernt und die Kanne anschließend gründlich ausgetrocknet werden.

Auch vorhandene Dichtungsringe sollten hierbei entfernt und gereinigt werden. Dabei empfiehlt es sich, diese auf eventuelle Beschädigungen oder Verschleiß zu prüfen. Anschließend sollte Ihre Espressokanne sich wieder in neuwertigem Zustand befinden und Ihnen so lange Jahre gute Dienste leisten können.

Vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten

Auch wenn es sich, wie bereits dargelegt, streng genommen beim Kaffee aus einem Espressokocher nicht um einen echten Espresso im klassischen Sinn handelt, hindert Sie niemand daran, ihn wie einen solchen zu genießen. Der eine liebt ihn heiß, stark und schwarz und verachtet alles, was den puren Kaffeegeschmack und sein Aroma überdecken könnte, der andere liebt ihn süß bis zur Schmerzgrenze und wieder andere lieben die Abwechslung und schöpfen aus dem reichhaltigen Fundus internationaler Kaffeespezialitäten. Hier finden Sie einige Anregungen, wozu ein Kaffee aus Ihrem Espressokocher als Basis dienen kann.

  • Cappuccino

cappuccino-tasseIn einer etwas größeren Cappuccino-Tasse wird ein Espresso mit heißer Milch aufgegossen, mit Milchschaum bedeckt und mit Kakaopulver bestreut. Beim Cappuccino con Panna wird anstelle des Milchschaums eine Haube aus Schlagsahne aufgesetzt.

  • Espresso macchiato

Ein einfacher Espresso, in einer Espressotasse, mit einer Haube aus Milchschaum.

  • Latte macchiato

Der beliebte Klassiker: heute üblicherweise in einem hohen Glas serviert und optisch ansprechend geschichtet. Heiße Milch mit einer Milchschaumhaube. Ein langsam eingegossener Espresso bildet eine separate Schicht zwischen Milch und Milchschaum. Damit sich der Kaffee nicht von selbst vermischt, muss er heißer sein, als die Milch.

  • Caffè Latte

In Deutschland auch bekannt als Milchkaffee, bei dem Kaffee und heiße Milch zu gleichen Teilen gemischt werden.

  • Caffè corretto

Der „verbesserte“ Kaffee, mit einem Schuss hochprozentigen Alkohols. Üblicherweise wird hierbei zu Grappa gegriffen, es finden sich aber auch Varianten mit Sambuca, Brandy oder Amaretto.

  • Affogato al caffè („im Kaffee ertrunken“)

Das Dessert für Kaffeeliebhaber: eine Kugel Speiseeis (meist Vanille) wird in einer Tasse oder einem Glas mit Espresso übergossen.

Nützliches Zubehör

Handelsübliche Espressokocher werden mit allem Zubehör geliefert, das benötigt wird, um sofort einen geschmackvollen Kaffee zuzubereiten. Trotzdem finden sich einige nützliche Ergänzungen, die insbesondere dann sinnvoll sind, wenn man den Genuss perfektionieren oder die Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten ausweiten möchte.

  • Kaffeemühlen
Wie beschrieben verdient das Kaffeemehl bei der Verwendung in einer Espressokanne besondere Beachtung. Zu fein gemahlen reicht der Druck unter Umständen nicht aus, das Wasser durch das Trichtersieb zu pressen oder der Vorgang dauert zu lange, wodurch der Kaffee unerwünschte Gerb- und Bitterstoffe enthält. Zu grobes Kaffeemehl dagegen führt zu einer unzureichenden Extraktion und damit einem „dünnen“ Ergebnis.

Für echte Enthusiasten bietet die genaue Wahl der Bohne, vielleicht sogar die Mischung verschiedener Sorten sowie deren Mahlung ein weites Betätigungsfeld auf der Suche nach dem perfekten Kaffee.

Die Anschaffung einer Kaffeemühle ist deshalb eine durchaus lohnende Investition und in der Vielzahl an verschiedenen Modellen findet sich für jeden Bedarf und jeden Geldbeutel die passende Variante. Manuell oder elektrisch, klein oder groß, mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk – die Auswahl verdient für wirklich engagierte Kaffeeliebhaber genauso viel Aufmerksamkeit, wie die Anschaffung eines
Espressokochers.

  • Milchschaumbereiter

milchFür alle Kaffeeliebhaber, die nicht streng puristisch, auf reinen, unverfälschten Kaffeegeschmack bestehen, führt kaum ein Weg am Milchschaum vorbei. Ob Cappuccino, Latte macchiato oder Milchkaffee, die stabile Schaumhaube ist für viele unverzichtbarer Teil des Genusserlebnisses. Wird in der Gastronomie meist mit Dampfdruck aus der Siebträgermaschine gearbeitet, der die Milch in einem Schritt erwärmt und den stabilen Schaum produziert, finden sich für den Privatgebrauch auch hier Varianten für jeden Bedarf.

Ob batteriebetriebener Mini-Quirl, in einfachster Ausführung, für ein paar wenige Euro, ob manuelle Pumpkanne oder professioneller elektrischer Aufschäumer mit integriertem Heizelement, auch hier wird jeder Kaffeefreund fündig.

Alternativen zum Espressokocher

Es gibt zahlreiche Methoden der Kaffeezubereitung, die zum Teil schwer miteinander zu vergleichen sind, ohne die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen zu bedienen. Das Ergebnis einer einfachen Kaffeefiltermaschine ist faktisch schwer mit einem Espresso aus einer edlen Handhebelmaschine zu vergleichen. Trotzdem wird der Filterkaffee nicht weniger geschätzt.

Alternativen zu einem Espressokocher sind deshalb auch nur dann echte Alternativen, wenn ihr Endprodukt dem des Espressokochers zumindest annähernd gleicht.

Siebträgermaschinen und Vollautomaten

Sie sind die Königsklasse und für viele Kaffeeliebhaber führt kein Weg an ihnen vorbei. Dem Espressokocher haben sie vor allen Dingen voraus, dass es sich bei ihrem Espresso tatsächlich um einen solchen handelt. Siebträger und Vollautomaten arbeiten mit ausreichend Druck, um einen solchen, samt begehrter Crema, makellos herzustellen. Aber dafür können sie mit der Unkompliziertheit, der insgesamt einfachen Bedienung, dem geringen Aufwand und nicht zuletzt dem Preis eines simplen Espressokochers nicht schritthalten.

French Press

french-pressDie French Press ist ähnlich unkompliziert und ebenso preiswert erhältlich, wie ein einfacher Espressokocher. Zudem benötigt sie keine Heizplatte, sondern begnügt sich mit anderweitig erhitztem Wasser, wie es auch zur Befüllung des Espressokochers empfohlen wird. Dafür handelt es sich beim Endprodukt eher um einen Filterkaffee, als um eine Druckextraktion, auch wenn diese, wie beschrieben, im Espressokocher nur mit vergleichsweise geringen Druck abläuft.

Bei der French Press wird das grob gemahlene Kaffeemehl in einem Behälter, meist aus Glas, mit heißem Wasser übergossen und nach ausreichendem Ziehen das Kaffeemehl mit einem Sieb, am Ende eines Kolbens, von Hand an den Behälterboden gedrückt. Daraufhin kann der so gefilterte Kaffee oben abgegossen werden. Da auch nach dem Verschieben des Kaffeemehls die Extraktion nicht vollständig unterbunden ist, so lange der Kaffee im Behälter steht, ist die French Press, wie der Espressokocher, nicht zum längeren Vorhalten des Kaffees geeignet.

Napoletana

Die heute nur eher selten anzutreffende aber durchaus noch erhältliche Napoletana ist eine interessante Mischung aus einer klassischen Kaffeefiltermaschine und einer French Press, mit dem Aussehen eines Espressokochers. Auch die Napoletana besteht aus zwei Teilen: einem Kessel und einer Kanne sowie einem innen liegenden Siebeinsatz, alle Teile aus Metall gefertigt. Der untere Kessel wird mit Wasser gefüllt, der verschließbare Filtereinsatz so eingesetzt, dass das Kaffeemehl nicht mit dem Wasser in Berührung kommt und schließlich der Kannenteil aufgesetzt, wobei die Tülle umgedreht nach unten zeigt.

Nun wird das Wasser im Kessel zum Kochen gebracht. Signalisiert aus einer kleinen Öffnung austretender Wasserdampf das Kochen, wird die gesamte Kanne auf den Kopf gestellt, sodass nun die Kanne, mit Tülle korrekt nach oben zeigend, unten und der Wasserkessel oben liegt. Das heiße Wasser fließt nun von oben, durch den Siebeinsatz und das Kaffeemehl darin, nach unten in die Kanne, die den fertigen Kaffee auffängt.

Cona-Kanne

Die besser als Vakuum-Kaffeemaschine bekannte Variante zählt ebenfalls zu den Exoten. Im Aufbau ähnelt sie grundsätzlich dem Espressokocher, ist jedoch zum Großteil aus Glas gefertigt. Rein optisch erinnert eine klassische Cona-Kanne an eine Sanduhr. In einem ballonförmigen Glasbehälter, der an einem Gestell befestigt ist, wird Wasser durch einen darunter stehenden Brenner erhitzt. Ist der Siedepunkt erreicht, steigt das Wasser durch ein Steigrohr nach oben in einen zweiten aufgesetzten, oben offenen, zylinderförmigen Behälter.

In ihn wird das Kaffeemehl gegeben und mit dem heißen Wasser verrührt. Nach kurzer Ziehzeit wird die Flamme gelöscht. Im abkühlenden unteren Behälter entsteht ein Unterdruck, der den inzwischen im oberen Behälter extrahierten Kaffee, durch einen Filter zurück in den unteren Behälter zieht. Wird der obere Behälter abgenommen, kann der untere als Kaffeekanne genutzt und der gefilterte Kaffee ausgeschenkt werden. Zwar wird auch hier (Unter)Druck eingesetzt, die Extraktion geschieht jedoch im Direktaufguss-Verfahren.

Pad- und Kapselmaschinen

kapselnDie schnelle Tasse aus der Maschine, ohne langwieriges Hantieren mit Kaffeemehl und Dosierlöffel, mit eingebautem Wassertank und einfacher Bedienung auf Knopfdruck. Das alles mit einer umfangreichen Auswahl an Kaffeesorten und zu einem Gerätepreis, der einen Bruchteil dessen darstellt, was eine Siebträgermaschine oder ein Vollautomat kosten würden.

Portionsmaschinen erfreuen sich in den letzten Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Auch in Form von Pads oder Kapseln finden sich im Handel Kaffeeröstungen, die zur Herstellung eines Espresso gedacht sind. Im Falle der Kapselmaschine handelt es sich im Endergebnis sogar um einen solchen. Der Druck mit dem Wasser durch eine Kaffeekapsel gepresst wird, liegt bei 15 bis 18 bar und kann so mit klassischen Siebträgermaschinen konkurrieren. Anders bei Pad Maschinen, diese arbeiten mit deutlich weniger Druck, in der Regel zwischen ein und zwei Bar. Somit ist das Ergebnis, vergleichbar mit dem einer Espressokanne, streng genommen kein echter Espresso.

Portionsmaschinen sind jedoch nicht frei von Nachteilen gegenüber der Espressokanne. So sind sie zwar preiswerter als Siebträgermaschinen oder Vollautomaten aber immer noch meist deutlich teurer, als eine einfache Espressokanne. Zudem bietet der Handel zwar eine große Vielfalt an Kaffeesorten in Form von Pads und Kapseln, die individuelle Einflussnahme ist jedoch deutlich geringer, als bei der Verwendung ganzer Bohnen zum selber mahlen.

Außerdem ist Kaffee in Pads und Kapseln, betrachtet auf den Kilopreis, meist um ein Vielfaches teurer, als einfacher gemahlener Kaffee und selbst Kaffee in ganzen Bohnen. Für viele Kaffeetrinker zudem nicht unbedeutend, ist die Kritik hinsichtlich der Umweltbelastung, die insbesondere vom hohen Abfallaufkommen bei der Verwendung von Kaffeekapseln ausgeht.

Weiterführende Links und Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Espressokanne

https://www.coffeecircle.com/kaffeezubereitung/espressokocher-herdkanne/

https://www.springlane.de/magazin/espressokocher-das-muessen-sie-wissen/

https://www.youtube.com/watch?v=mX_OrQGFio4

https://www.youtube.com/watch?v=b3pVahLZgAM

https://www.n-tv.de/ratgeber/Kaffee-Portionsmaschinen-im-Test-article11449026.html