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Inhaltsstoffe und Wirkung der Kaffeebohnen auf den Menschen

coffee-beans-399466_960_720Wir alle trinken ihn gerne: den Kaffee. Oft und viel und manchmal sogar zu oft. Dabei vergessen wird, dass sich die Inhaltsstoffe aus der Kaffeebohne auch auf den menschlichen Organismus auswirken … und das sogar auch vielfache Weise.

So sehr wir aber unseren morgendlichen, täglichen und allgegenwärtigen Frisch- und Wachmacher lieben, so sehr haben wir eigentlich auch die (Eigen-)Verantwortung uns darüber zu informieren, was da eigentlich an ‚Inhalt‚ und ‚Stoffen‚ drin ist und wie diese auf unsren Körper und den menschlichen Organismus im allgemeinen wirken.

Was ist an Inhalt drin in der Kaffeebohne?

Auch wenn die Kuriosität über die Inhaltsstoffe der Bohne weit in der Geschichte zurückreichen, so wissen wir heute immer noch nicht zu 100% was alles in der Bohne tatsächlich steckt.

Doch was wir über die Bohne und ihren Inhalt wissen überwiegt dem, was noch als Fragezeichen aufzuklären ist. Auch wenn sich der Kaffee grundsätzlich in den Arten der Inhaltsstoffe nicht unterscheidet, so gibt es doch beachtliche Unterschiede bei einzelnen Kaffeebohnenarten hinsichtlich der Ausprägung der jeweiligen Inhaltsstoffe.

Die Inhaltsstoffe der Kaffeebohne

Die wichtigsten Inhaltsstoffe werden im Folgenden vorgestellt sowie ebenfalls ein Ausblick darauf gegeben wird, wie sie den menschlichen Organismus beeinflussen.

Kohlenhydrate

Wer hätte das gedacht? Kaffee kann bis zu 40% aus Kohlenhydraten bestehen. Die Kohlenhydrate treten vornehmlich in Form von Polysacchariden und Zucker (Glucose, Saccharose) auf. Bei der Röstung verändern sich die Kohlenhydrate drastisch. Oft verschwinden die Zuckerhydrate. Die wasserunlöslichen Polysacchariden hingegen binden entstehende Aromen und setzen sich in den Zellwänden der Kaffeebohne fest.

Lipide

Die beiden vornehmlich im Kaffee vorkommenden Lipide sind Diterpenester und Triglyzeride. Wir kennen sie als ‚Kaffeeöle‚. Auch Fettsäuren zählen zu diesen Gruppe. Die für den Kaffee Zentralen sind die Palmitin- und die Linolsäure. Die Fette bleiben am Pulver haften und verbinden sich nicht mit dem heißen Wasser. Das macht den Kaffee zu einem fettarmen Getränk; und das Pulver zu einem wahren Feuchtigkeits- und Energiespender für Gesichtshaut und Dekolleté. Nutzt man den Kaffeesatz nämlich als Gesichtsmaske, so wirken die Öle straffend und energetisierend auf die Gesichtszellen.

Proteine

Proteine enthält die Kaffeebohne vornehmlich im rohen, nicht gerösteten Zustand. Bei der Röstung gehen die Proteinzucker und Aminosäuren dann neue Verbindungen ein, so dass der allgemeine Proteingehalt des Kaffeegetränks sehr stark reduziert wird. Was hier mit den Proteinen passiert, das schmecken wir später als das spezifische Aroma des Kaffees. Denn hier werden die zentralen Aroma-, Geschmacks-, Duft- und Farbstoffe der jeweiligen Kaffeebohne gebildet.

Säuren

Säuren sind ein entscheidender Bestandteil der Kaffeebohne. Bisher wurden über 80 verschiedene Säureformen identifiziert. Auch solche speziellen und irgendwie untypischen wie Apfel-, Essig- und Zitronensäure. Die Säurekomposition ist einer derjenigen Inhaltsstoffe, die durch äußere Umweltfaktoren des Anbaus, wie Region, Höhenmeter, Sonnenstunden, Bodenbeschaffenheit und Co. beeinflusst wird … und zwar in einer besonders starken, geschmacks- und aromabeeinflussenden Weise.

Alkaloide

Kaffee Happy Kaffeebohnen im TestAufgepasst. Hier wird es spannend. Alkaloide sind Stickstoffverbindungen, wie sie in vielen Pflanzen vorkommen. So auch im Kaffee. Hier ist es das Koffein. Koffein hat vielfältige Wirkungen auf den menschlichen Organismus. So wirkt es zum einen auf den Harndrang und regt diesen an. Gleichzeitig nutzt man Koffein bei der Behandlung von Müdigkeit, Migräne und auch Schwindelgefühlen. Außerdem gilt es als schmerzlinderndes Mittel. In Symptomen macht sich Nikotin durch verstärktes Herzklopfen bemerkbar; vor allem dann, wenn man die ein oder andere Tasse Zuviel konsumiert.

Häufig folgt dann noch Zittern und Nervosität. Bei einer ausreichend Kalziumreichen Ernährung kann Mann und Frau diesen Effekten aber vorbeugen. Aber jetzt Schluss mit der Negativerei. Koffein hat auch zahlreiche positive Effekte auf unseren Körper.

Koffein steigert unsere Ausdauerfähigkeit und regt den Stoffwechsel an. Damit wirkt es gleichzeitig vorbeugend auf Parkinson und Leberzirrhosen. Außerdem ist Kaffee ein unglaublich präventiver Schutz zur Bildung von Karies. Denn die Alkaloide Trigonellin und Niacin lassen diesen erst gar nicht entstehen. Sie legen sich wie einen wirkungsvollen und schützenden Biofilm über den Zahnschmerz, so dass sich Kariesbakterien nicht fest setzen können.

Andere Inhaltsstoffe

Dann sind da noch die zahlreichen Mineralien, Antioxidantien und das Magnesium, die in der Kaffeebohne enthalten sind. In ihnen liegt die verjüngende Kraft des Kaffees auf Gemüt, Haut und allgemeines Aussehen verborgen. Zudem tragen genau diese Wirkstoffe dazu bei, dass die Insulinempfindlichkeit sinkt und robuster wird sowie der Glucose- Stoffwechsel angeregt wird. Kaffee wird daher häufig und gerne von Diabetikern getrunken. Auch geht mit diesen Inhaltsstoffen eine antioxidantische Wirkung einher. Diese wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, stärkt dieses und verhindert das Entstehen von Krankheiten. Das gleiche gilt für Krebsrisiko. Kaffee ist also durchaus sehr gesund.

Zu den ‚anderen Inhaltsstoffen‚ zählen wir heute auch mal die Aromen; weil diese eigentlich ein Ergebnis aller anderen im Kaffee enthaltenen und miteinander in Verbindung stehenden Inhaltsstoffe sind. Die Wissenschaft unterscheidet dabei bis zu 850 verschiedene Aromastoffe, während immer noch nicht alle als identifiziert und klassifiziert gelten.
Kaffee Buna Dimaa im Test
Kaffee Buna Dimaa Kaffeebohnen im Test

Fazit

Kaffee_Buna DimaaKaffee hat zahlreiche Inhaltsstoffe, von dem vor allem das Koffein bekannt und charakteristisch ist. Auch hinsichtlich der unterschiedlichen Auswirkungen von Koffein auf den menschliche Organismus, gibt es am meisten Auskunft und Untersuchungen. Eine kleine Ergänzung darf aber bei allem nicht vergessen werden: Kaffee entzieht dem Körper sehr viel Flüssigkeit, um seine zahlreichen positiven Effekte auf den menschlichen Körper entfalten zu können.

Wer viel Kaffee trinkt, greift daher auch besser häufiger zum Wasser. So kann er den positiven Effekt des Kaffees für sich sogar noch potenzieren und beschleunigen. Nur wenn das Zittern beginnt, sollte man dann doch etwas vorsichtiger mit dem Genuss und er Anzahl seiner täglichen Tassen Kaffee sein. Die Wissenschaft lässt uns wissen, dass drei bis vier Tassen Kaffee als gesundheitsungefährlich gelten und positiven Effekt für den Trinker haben.

Wichtig ist aber vor allem, dass die Tasse Kaffee schmeckt, oder nicht? In diesem Sinne: Lehnen Sie sich zurück, warten sie darauf, dass der verführerische Duft frisch gebrühten Nachmittagskaffees in Ihre Nase steigt und freuen sich auf den kommenden vollmundigen, aromatischen Genuss. Ach ja, so eine Tasse Kaffee ist trotz, oder doch gerade dank seiner zahlreichen Inhaltsstoffe so eine wahrhafte Wonne für Körper, Geist und Seele.

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