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Kaffeemühle in 3 Schritten reinigen

03-Graef-Kaffeemuehle-CM-800-300Es ist ein wahrer Hochgenuss, Kaffee zu genießen, welcher mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen zubereitet wurde. Ganz gleich, ob auf manuelle Art und Weise in der Kanne aufgebrüht, in der Filtermaschine, im Kaffeevollautomaten oder in der Siebträgermaschine: Je frischer das Kaffeepulver ist und je gleichmäßiger und feiner dies zuvor in der Kaffeemühle gemahlen wurde, desto erlesener das Aroma und desto besser der Geschmack.

Insbesondere die Tatsache, dass es gerade in einer elektrischen Kaffeemühle so einfach ist, bestes Kaffeepulver zu generieren – und zwar ganz einfach per Knopfdruck, macht die Kaffeemühle an sich immer beliebter.

Um diese hohen Qualitätsstandards mit Blick auf die Beschaffenheit des Kaffeepulvers dauerhaft und möglichst über viele Jahre hinweg zu gewährleisten, ist es unabdingbar, die Kaffeemühle in regelmäßigen Abständen zu reinigen.

Das Kaffeearoma – flüchtig wie ein Reh

Selbst wenn sich das Pulver trocken anfühlen mag, so ist doch zu beachten, dass Kaffee an sich jede Menge ätherischen Kaffeeöls sowie Fette unterschiedlichster Art enthält. Bei jedem Mahlprozess werden also Kaffeeöl bzw. -fett freigesetzt und diese setzen sich mit der Zeit im Inneren der Kaffeemühle ab.

Sowohl am Mahlwerk, als auch in den Leitungen sowie im Bereich der Ausgangsöffnung. Fett vermag mit der Zeit ranzig zu werden, was sich natürlich nicht nur auf das Aroma, sondern insgesamt auf die gesamte Kaffeequalität auswirkt. Entsprechend wichtig ist es daher, darauf zu achten, dass Sie bei der Reinigung Ihrer Kaffeemühle mit größter Sorgfalt und Fingerspitzengefühl zu Werke gehen.

Mit Reiskörnern und Co.

Immer wieder ist zu vernehmen, dass es Menschen gibt, die der Ansicht sind, dass man eine Kaffeemühle mit Reiskörnern oder anderen kleinen, harten Gegenständen reinigen könne.

reisSicherlich ist die Oberflächenbeschaffenheit eines kleinen Reiskorns an sich recht porös, sodass es unter Umständen durchaus möglich ist, im Zuge des Durchlaufprozesses das eine oder andere feine Körnchen Kaffeepulver aufzunehmen und sodann bei der Reinigung mit aus dem Gerät zu bringen.

Wer über eine klassische Kaffeemühle verfügt, deren Wert eher gering ist oder deren Mahlwerk ganz besonders robust ist, der wird gewiss die Erfahrung gemacht haben, dass das Kaffeemühle-Reinigen mit Reiskörnern dem Gerät noch nicht wirklich geschadet hat. Insbesondere wenn ein Mahlwerk aus Keramik vorhanden ist, dann ist gewiss eine besondere Robustheit gegeben.

Hat man es aber mit einem Mahlwerk aus Edelstahl zu tun, das per sé mit der Zeit verschleißen kann und somit nachgeschliffen werden muss, dann wird sich durch die Reiskorn-Reinigungsaktion der Verschleißvorgang ganz gewiss erheblich beschleunigen.

Fakt ist, dass das Reinigen einer Kaffeemühle mit Reiskörnern keineswegs zu empfehlen ist. Ganz im Gegenteil. Nicht nur, dass das Gerät im Inneren nicht einmal annähernd gereinigt und von Fettrückständen befreit werden kann, sondern auch die qualitative Beschaffenheit lässt bei dieser „Reinigung“ stark zu wünschen übrig.

Reiskörner können dahingegen durchaus dazu verwendet werden, um Salz oder auch älteres Kaffeepulver lockerer und somit leichter streufähig zu machen. Denn Reis zieht Feuchtigkeit an, sodass ein adäquater Trockenheitsgehalt von Kaffee, Salz und Co. durch die kurzfristige Beigabe einiger Reiskörner durchaus gewährleistet werden kann.

Zwischendurch mit dem Pinsel

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Von Anfang an alles richtig machen: Wenn Sie nach jedem Mahlvorgang den oberen Teil der Öffnung mit einem weichen Pinsel reinigen und im Anschluss daran auch die Öffnung nicht vergessen, aus der das fertig gemahlene Kaffeepulver ausgegeben wird, dann ist das bereits sehr sinnvoll.

Denn durch das regelmäßige Abpinseln verbreiten sich die kleinen Mehlkörner nicht ringsum die Kaffeemühle, sondern der gesamte Bereich bleibt sauber. Zu beachten ist allerdings, dass es wichtig ist, entweder den Pinsel von Zeit zu Zeit gegen einen neuen auszutauschen oder ihn möglichst regelmäßig mit warmem Wasser, das mit Spülmittel angereichert ist, zu säubern.

Denn nur dann ist es möglich, dass Öl und das Fett, das in den Kaffeepulver-Rückständen enthalten ist, sukzessive zu entsorgen. Anderenfalls würde der Pinsel schon nach kurzer Zeit unangenehm riechen – und die Reinigung der Öffnungen der Kaffeemühle wäre damit so gut wie undenkbar.

Wenn es um die Auswahl des richtigen Pinsels geht, dann bietet sich ein Spezialpinsel mit Naturborsten am ehesten an. Im Gegensatz zu klassischen Haarpinseln nehmen sie mehr feinsten Mehlstaub auf, sodass der Reinigungsprozess erheblich effizienter wird.

Grundsätzlich kommt es beim Abpinseln des Kaffeepulvers auf die Regelmäßigkeit an. Wird das Gerät tatsächlich nach jedem Mahlvorgang kurz mit dem Pinsel gesäubert, ist eine kontinuierliche Sauberkeit gewährleistet. Allerdings sollte man von Zeit zu Zeit unbedingt auch buchstäblich „in die Tiefe gehen“.

Das Mahlwerk entfernen

Das Mahlwerk – gleich, welcher Art – ist das Herzstück einer jeden Kaffeemühle. Dieses ist in regelmäßigen Zeitabständen zu reinigen bzw. von Kaffeepulver, Kaffeeöl und -fett zu befreien. Man geht dabei wie folgt vor:

  1. Das Gerät ist zunächst in mühsamer Kleinarbeit aufschrauben und so einen direkten Zugang zum Mahlwerk zu erhalten. Dann wird dies gelöst und sogleich – mit viel Fingerspitzengefühl aus der Mühle heraus genommen.
  2. Sobald das Mahlwerk entnommen worden ist, kann es mit einem feuchten Tuch, das zuvor mit etwas Spülmittel angefeuchtet wurde, behandelt werden. Dabei ist der Mehlstaub sorgfältig zu entfernen. Idealerweise geht man dabei auch mit kleinen Reinigungsstäbchen zu Werke, um tatsächlich bis in die hinteren Winkel zu gelangen.Danach wird die gesamte Oberfläche nochmals mit einem Microfasertuch bearbeitet, um mögliche Rückstände des Spülmittels restlos zu entfernen. Alternativ kommen statt des Reinigungstuch häufig auch Reinigungsbürsten mit Stahlborsten zum Einsatz. Auf diese Weise ist eine noch kraftvolle Reinigung des Mahlwerks gewährleistet.
  3. Im Anschluss daran muss das Mahlwerk an der Luft trocknen. Am besten mehrere Stunden lang, um zu verhindern, dass noch Restfeuchte ins Gerät gelangt. Erst wenn das Mahlwerk vollständig getrocknet ist, kann es wieder in die Kaffeemühle eingesetzt werden. Diese wird zu guter Letzt adäquat verschlossen, sodass der nächste Mahlvorgang in die Wege geleitet werden kann.

Mit speziellem Granulat

granulatDer Einfachheit halber nutzen immer mehr Eigentümer von Kaffeemühlen Reinigungstabletten oder ein spezielles Granulat, mit dem die Leitungen sowie auch das Mahlwerk des Gerätes buchstäblich per Knopfdruck gereinigt werden können. Das zumeist recht aufwändige Aufschrauben und separate Reinigen des Mahlwerks entfällt dabei gänzlich.

Nachdem das Granulat, genauso wie sonst die Kaffeebohnen in die Öffnung gegeben und wie gewohnt gemahlen werden – meist sind mehrere Durchgänge erforderlich – sollten Sie noch zwei oder drei Mal echte Kaffeebohnen mahlen. Diese sollten jedoch nicht für die Zubereitung von Kaffee verwendet werden.

Auf diese Weise werden mögliche Fremdgerüche oder sonstige Rückstände des Reinigungsgranulates restlos ausgegeben. Dann wird noch einmal mit dem Pinsel nachgearbeitet, und die Kaffeemühle ist wieder wie neu.